Niemand tritt in den Feuerwehrdienst ein, um ein Ausrüstungs-Controlling zu betreiben. Doch der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau, die ihre Ausrüstung pflegt, verlängert stillschweigend deren Nutzungsdauer – und noch wichtiger: deren Zuverlässigkeit. Das sind die Gewohnheiten, die zwischen langlebiger Ausrüstung und frühzeitig verschlissener Ausrüstung unterscheiden.
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Reinigen Sie Ihre Schutzausrüstung nach einem festen Zeitplan – nicht erst im Notfall. NFPA-1971-Ausrüstung ist nach starker Beanspruchung zu reinigen und regelmäßig auch dann, wenn sie sauber aussieht. Rauchrückstände sind sauer und greifen das Gewebe von innen an. Verwenden Sie das richtige Waschmittel – günstige Produkte aus dem Supermarkt können die Beschichtung der Feuchtigkeitsbarriere beschädigen.
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Trocknen Sie Ihre Ausrüstung niemals – unter gar keinen Umständen – in einem Wäschetrockner. Nicht in der Maschine trocknen, nicht über einer Heizung, nicht in direktem Sonnenlicht. Hohe Hitze schädigt die Fasern und die reflektierende Besatzleiste. Indoor lufttrocknen, aufhängen, fern von direktem Licht. Das dauert länger. Genau darum geht es.
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Prüfen Sie nach jedem Waschgang die reflektierende Besatzleiste. Die Besatzleiste gewährleistet Ihre Sichtbarkeit bei Nacht und ist das erste Element, das sich ablöst. Wenn sie sich löst, handelt es sich nicht um ein kosmetisches Problem – es ist ein Sicherheitsproblem, das eine Reparaturanfrage erfordert, nicht nur eine Schulterzuckung.
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Lagern Sie Helme außerhalb der Sonne. UV-Strahlung ist der langsame Zerstörer von Helmschalen und Aufhängungspolstern. Ein Helmständer nahe einem sonnigen Fenster altert den Kunststoff jahrelang schneller als vorgesehen. Ein Schrank oder ein Sonnenschutzstoff kosten nichts.
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Tauschen Sie das Helmpolster nach Zeitplan aus, nicht nach Gefühl. Das Aufhängungspolster nimmt Schweiß und Schmutz auf und zerfällt leise. Notieren Sie das Datum beim Kauf eines neuen Helms. Ersetzen Sie das Polster im Intervall, das der Hersteller empfiehlt – meist alle paar Jahre – auch wenn es optisch einwandfrei erscheint.
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Wechseln Sie die Handschuhe regelmäßig. Zwei Paar Handschuhe, die abwechselnd getragen werden, halten länger als drei Paar, die einzeln genutzt werden. Lederschweiß, der niemals trocknet, ist totales Leder. Durch Rotation erhält jedes Paar Zeit zur Erholung.
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Trocknen Sie Handschuhe langsam und auf links. Füllen Sie sie locker mit Zeitungspapier oder einem Handschuh-Trockner auf niedriger Stufe – ohne Hitze. Prüfen Sie zudem die Nähte dort, wo Daumen und Handfläche zusammentreffen. Hier reißen strukturelle Handschuhe zuerst.
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Pflegen Sie Lederschuhe – aber überschütten Sie sie nicht. Eine dünne Schicht Schuhpflegemittel zwei- bis dreimal jährlich hält das Leder geschmeidig und wasserabweisend. Zu viel Pflegemittel weicht das Leder auf, sodass es an Form verliert. Denken Sie an das Einbrennen einer Pfanne – nicht an das Frittieren.
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Führen Sie den Nageltest an den Sohlen Ihrer Schuhe durch. Drücken Sie mit dem Daumen auf die Sohle. Wenn Sie die Durchstichschutzplatte oder weiche Stellen spüren, ist eine Inspektion fällig. Sohlen verschleißen ungleichmäßig, und die Ferse ist meist die erste betroffene Stelle.
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Prüfen Sie Reißverschlüsse und Beschläge nach jedem schmutzigen Einsatz. Sand, Grit und Ruß gelangen in Reißverschlüsse und korrodieren Schnappverschlüsse. Ein Spülstoß und ein Spritzer Silikon-Schmiermittel halten sie beweglich. Ein klemmender Reißverschluss an einer Jacke ist wie eine Tür, die sich nicht schließen lässt.
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Führen Sie ein Ausrüstungs-Logbuch – auch ein mentales reicht aus. Notieren Sie, wann jedes Teil ausgegeben wurde, wann es gewaschen wurde und wann es einen Schaden erlitten hat. Die Lebensdauer von Ausrüstung bemisst sich an Ereignissen, nicht an Monaten. Was Sie nicht verfolgen, können Sie nicht steuern.
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Stellen Sie Ausrüstung nach dem Standard zurück, nicht nach Gefühlen. Die NFPA gibt Einsatzkleidung eine ungefähre Nutzungsdauer von zehn Jahren – kürzer, wenn sie starker Hitze ausgesetzt war. Die Jacke von Ihrem ersten Großbrand mag Ihre Lieblingsjacke sein – doch Lieblingsstücke bestehen keine Brandtests. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, rahmen Sie sie an die Wand. Tragen Sie sie nicht mehr ins Gebäude.
Der teure Teil der Feuerwehrausrüstung ist nicht der Kaufpreis – sondern der vorzeitige Ersatz oder das Vertrauen in Ausrüstung, der man nicht mehr vertrauen sollte. Diese zwölf Gewohnheiten sind kostengünstig. Die Ausrüstung, die sie schützen, ist es nicht.
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